Hintergründe, Ursachen und deine Strategie gegen den plötzlichen Stuhldrang beim Laufen.
Plötzlicher Stuhldrang mitten im Lauf? Unangenehm, aber keine Seltenheit. Runner’s Trot betrifft etwa 30–50 % der Langstreckenläufer*innen und kann aus einem geplanten Tempolauf schnell eine spontane Toilettensuche machen. Aber was steckt hinter dem Phänomen? Und noch viel wichtiger: Was kannst du dagegen tun?
Was ist Runner’s Trot?
Runner’s Trot beschreibt den akuten Drang zur Darmentleerung während des Laufens, häufig begleitet von Durchfall oder krampfartigen Beschwerden. Besonders Langstreckenläufer*innen sind betroffen und das hat physiologische Gründe:
- Geringere Durchblutung des Verdauungstrakts: Beim Laufen wird Blut in die arbeitende Muskulatur umgeleitet, dem Darm fehlen Ressourcen
- Hormonelle Veränderungen: Stresshormone wie Adrenalin wirken verdauungsfördernd
- Erhöhte Darmdurchlässigkeit: Belastung und Hitze machen die Darmbarriere durchlässiger
- Mechanische Belastung: Die Erschütterung beim Laufen kann zusätzlich reizen
Trotzdem ist oft die Ernährung, sowohl vor als auch während des Laufs, der entscheidende Faktor.
Deine neue Strategie: Muster erkennen statt „die perfekte Lösung“ suchen
Viele suchen nach dem einen idealen Setup. Doch wirkungsvoller ist es, Muster zu erkennen und das am besten schon im Training. Teste gezielt einzelne Faktoren und finde heraus, worauf dein Körper reagiert.
Wichtige Variablen, die du einzeln testen solltest:
1. Timing der letzten Mahlzeit
Vor allem wenn Wettkämpfe morgens starten, solltest du das Abendessen am Vortag besonders im Blick haben:
- Ballaststoffmenge und -quelle prüfen (z. B. Hülsenfrüchte, Rohkost, Vollkornprodukte)
- Auch gesunde Lebensmittel können zum falschen Zeitpunkt problematisch sein! Ballaststoffe? Vor eine, Lauf deswegen vielleicht keine gute Idee.
2. Getränke während des Laufs
Was du trinkst, kann entscheidend sein:
- Wasser oder isotonische Getränke?
- Zuckergehalt und Zuckerquelle (z. B. Glukose, Fruktose oder Mischung)?
- Zu hohe Konzentrationen können Wasser in den Darm ziehen und dadurch Probleme auslösen.
3. Laufverpflegung (Sportgele)
Nicht jedes Gel ist gleich gut verträglich. Achte auf:
- Glukose–Fruktose-Mix
- Verhältnis 2:1 oder 1:0,8 – unterschiedliche Transportwege im Darm vermeiden Stau
Vermeiden solltest du:
- Gele mit ausschließlich Fruktose
- Zuckeralkohole wie Sorbit oder Xylit
- Zusätze wie Superfoods, die schwer verdaulich sein können
4. Weitere Einflussfaktoren
Auch Faktoren jenseits von Ernährung und Trinken können deinen Darm belasten:
- Medikamente
- Akute oder chronische Erkrankungen
- Stress und Nervosität vor dem Wettkampf
Besonders der Wettkampftag bringt oft zusätzliche psychische Belastung. Auch das beeinflusst die Darmtätigkeit.
Fazit: Runner’s Trot ist kein Zufall
Runner’s Trot ist das Ergebnis aus mehreren Einflüssen: körperlicher Belastung, hormonellen Reaktionen, Ernährung und Timing.
Deshalb ist gezieltes Testen im Training der beste Weg, um Sicherheit für den Wettkampf zu gewinnen. Wer frühzeitig Muster erkennt, kann gezielt vorbeugen.
Und wenn du noch Fragen hast oder dir Unterstützung auf dem Weg zu einer individuell verträglichen Strategie wünschst: Mach dir gerne einen Termin zum Kennenlerngespräch aus oder schreibe mir eine kurze Mail.
Deine vegane Sporternährung im Darm-Check
Wenn dich Themen wie Runner’s Trot beschäftigen, lohnt sich ein genauer Blick auf das, was du deinem Körper zuführst und wie dein Verdauungssystem darauf reagiert.
Mach jetzt die Startanalyse mit Darm-Check:
- In nur 3–5 Minuten bekommst du eine ehrliche Einschätzung, wie gut deine vegane Ernährung dich aktuell unterstützt.
- Ideal für alle, die sportlich aktiv sind – egal ob im Kraft- oder Ausdauerbereich.
- Du erhältst im Anschluss eine individuelle Empfehlung: vom Feinschliff bis hin zum Coaching mit Fokus auf Darmgesundheit.
Jetzt kostenlos herunterladen und herausfinden, was dein Bauch wirklich braucht:
Bild bearbeitet mit: Canva | Erstellung des Beitrags mit Unterstützung von ChatGPT 4o

